Fernweh

Fernweh

Samstag, 25. August 2018

Fotoslbum Wales












































short daily's about Wales

Nun hat es doch tatsächlich fast vier Monate gedauert bis ich zumindest etwas Text über über unseren Walestrip poste. Woran's gelegen hat ? Klar , an dem genialen Sommer bei dem ich keinerlei Ambitionen hatte mich an den Rechner zu setzen. Dazu kommt noch das ich gegen Ende unseres Walestrips irgendwie wenig Lust mehr hatte Tagebuch zu schreiben. D.h. Ihr bekommt hier nur a) ein halbes Tagebuch und b) auf die Fotos müsst Ihr auch noch ein bisschen warten. Aber hier jetzt das was ich zumindest zu Papier gebracht habe

 10./11.05.2018 Butzbach-As-Dünkirchen-Dover

Das wird wohl der Chaos-Urlaub werden, später mehr dazu. Leichtes Donnergrollen hinterm Berg kündigte den Wetterumschwung an, klar wir wollen ja auch los. Spontan habe ich mich dann
doch gegen den Maxxl und fürs Töff entschieden, mein Hintern hat es mir gedankt, also gute Entscheidung.
Raus ausm Ort, Klaus noch mutig ohne Regenkombi, ich hatte die Wurstpelle schon an. Nach 10 Minuten und 3 km tat Klaus es mir dann nach, und es dauerte auch nicht lange da hatte uns der Regen eingeholt. Und es war nicht nur Regen, es schüttete die nächsten 5 Stunden wir aus Eimern. Ein gutes hatte es, wir können definitiv sagen das unsere neuen Crosstiefel wirklich wasserdicht sind. Kurz vor St. Goarshausen kam dann eine kurze Regenpause, schön so konnten wir wenigstens trocken über den Rhein schippern.

Und wenn Frau dann so im Regen fährt hat Frau ja Zeit nachzudenken, und was kam mir bei 10 Grad dann so in den Kopf...genau, trotz abhaken der Checkliste => lange Unterhose vergessen, wie konnte das nur passieren ?

Kurz vor As (Belgien) hatte dann das Wetter ein einsehen, wir konnten auf den letzten 50 km unsere Regenkombis durch den Fahrtwind trocknen lassen, die Sonne kam raus. Welch Wiedersehensfreude : Ronny haben wir schon seit 2 Jahren nicht mehr gesehen, und über Nadine und Sam freuten
wir uns auch riesig. So konnten wir noch schön die letzten Sonnenstrahlen genießen und eine netten Abend verbringen. Tja, aber nicht nur ich habe was vergessen, beim Auspacken stellte mein Göttergatte fest das er seine Hose auch vergessen hatte. Um so mehr Grund am Freitag in den genialen Adventure-Outlet Nähe As zu fahren. Und hier fanden wir RuckZuck unsere fehlenden Teile.

Heute morgen ging es Kilometer schrubben bis nach Dünkirchen.....Und so beim Ticketkauf steckte Klaus seine Kopf aus dem Schalter :
K: Welches Kennzeichen hast Du ???
M: Hähhhh ??? Ich habe Dir doch eben Schein vom Töff gegeben...
=> Irrtum No. 3 dieses Urlaubes. Ich habe die Papiere vom Maxxl eingesteckt, die vom Töff liegen daheim. Na dann hofen wir mal auf keine Bobby-Kontrolle in diesem Urlaub...

Die Fähre dauert 2 Stunden, ruhige Überfahrt und die weißen Klippen von Dover begrüßten uns erst mit Dunst und dann mit Sonne. Links fahren....nicht vergessen, kein Problem, habe einen Zettel am Töff.

Jetzt das erste Mal in dieser Saison zelten, klasse...Und morgen vor 9h einpacken, weil da soll es mal wieder regnen. So ganz nebenbei, 5 Länder in 2 Tagen (Deutschland-Holland-Belgien-Frankreich-England)

12.05.2018 Dover - Winchester

Eine ruhige Nacht auf dem sehr angenehmen Campin in Kent ging für uns um 6h zu Ende. Pünktlich
mit den ersten Sonnenstrahlen hatten wir unseren Kaffee in den Blechtassen und genossen die warmen Strahlen. Yes, so kann es bitte weitergehn. Erstes Ziel für heute die weißen Klippen von Dover. Sehr angenehm ist das wir als Mopedfahrer kostenfrei zu eben diesen vorfahren können. Einen kleiner Spaziergang zum Viewpoint obligatorisch.
Irrtum No. 4 wurde genau hier auch entdeckt. Hatten wir uns gestern noch gewundert warum wir, wenn wir regeltreu 50 fahren, so lange Schlangen an Autos hinterherziehen , kam uns heute morgen die Lösung. Klar, nicht 50 km/h sondern 50 Meilen, manno sind wir deppert...Also schnell das Navi auf Meilen umgestellt und schon stellen wir kein Verkehrshinterniss mehr dar.

Die weitere Strecke fürte uns parallel zur Küste, die Nebelwand auf dem Meer wirkte fantastisch, durch kleine Dörfer mit wunderschönen Häuschen. Insbesondere die alten Kirchen und deren Friedhöfe sind wunderschön anzusehen. An eben genau so einem stand ein Schild "Coffee Tea an Cakes today 9-13", also ab auf die Bremse. Während ich den alteten Grabstein mit Todesdatum 1890 entdeckte ließ sich Klaus von den netten Damen in der Kirche mit Kuchen versorgen. Der nächste Pausensnack war gesichert.

Es dröbbelt, nee oder ? Regenkombi an oder warten = Regenkombi an, und genau dies war auch die richtige Entscheidung. In strömendem Regen ging es die nächsten 4 Stunden in Richtung Winchester. Gegen 16h beschlossen wir dem Drama ein Ende zu setzen und uns eine Übernachtungsmöglichkeit mit festem Dach zu suchen. Aber hier fing das Drama erst richtig an. Hatten wir gestern B & B und CO ohne Ende gesehen, heute nichts. Es schüttet wie aus Eimern, ok in Winchester werden wir schon was finden. Pustekuchen, außer das die vier Unterkünfte die wir dann nach endlosem Kurven fanden, ausgebucht waren, haben uns beide Navis schändlich im Stich gelassen.  Kein Hotel oder ähnliches war da wo es sein sollte, wir waren total genervt, nichts hat gestimmt. Dafür kennen wir jetzt Winchester in- und auswendig. Irgendwann hatten wir die Nase gestrichen voll, so geht das nicht.
Also raus aus der Stadt, ich weiß schon warum ich Städte nicht mag, und einfach weiter grobe Richtung Wales. Und siehe da , kurz vor 19 h haben wir eine super schöne Übernachtung im The Riding Horse gefunden. Zwar deutlich über unserem Budget, aber zum Rumkurvenn im Regen hatten wir keine Lust mehr.

Super ist aber wie nett und freundlich alle Engländer zu uns als Person und als Mopedfahrer sind. Überall wird Platz gemacht, Vorfahrt gewährt oder freundlich gewunken. Es macht wirklich Spaß hier, trotz dem Regen und wer weiß, ggf. bleibt es morgen mal trocken.

Winchester - Tintern - Skenfrith - Hay-on-Wye

Die ersten Fish and Chips waren super, die Nacht ala Hempton Style ebenfalls und morgens lacht die Sonne bei kühlen 7 Grad. Auf geht's weiter Richtung Wales. Leider ist die große Severin Brücke derzeit gesperrt so mussten wir einen Umweg (die Umleitung sind so kleine gelbe Schilder das Frau sie kaum erkennt) von ca 50 km in Kauf nehmen aber dann ging es endlich über die große ziemlich lange Brücke rüber zu dem roten Drachen Wales. Und die nächste angenehme Überraschung,
Mopeds haben auf der Brücke kostenfrei Überfahrt, welch Service.
Wales begrüßt uns mit kleinen Touri Massen, kommen wir doch gleich beim ersten Hightligt laut Reiseführer, Tindern Abbeay an. Die Ruine der Zisterabtei ist ein Touristenmagnet sonders gleichen und wir haben uns gleich mal eingereiht. Woran merke ich das ich in Wales bin, alle Schilder sind zweisprachig : einmal Englisch und einmal Wales, bei dies wirklich kein anderer aussprechen kann.

Über Tintern ging es süße kleine, typisch englische Sträßen mit hohen Hecken links und rechts rüber ins Wye Valley. Wye Valley ist das Grenzgebiet  im wunderschönen Tal des River Wye welches heute als Naturpark einen besonderen Schutz genießt. Wir hatten schon mal drei Kringel auf unserer todo Liste, the Three Castels. In Skenfried steht die erste ruinöse Burg und hier befindet sich ein super Camping mit nur 10 Stellplätzen,
Kids nich erlaubt ! Koordinaten N 51  52'35,8"  W 002  48'25,3"  The Tree Castles, und neben kostenfreiem Bier und Cidre sind die Sanitäranlagen sogar mit Handcreme, Zahnseide und allem weiterem was man so braucht ausgestattet. Die Besitzer ist ein wahrer Schatz !

Unser Abendwalk führte uns dann zur Skenfrith Ruine, heute morgen waren Grosmont und White Castle dran, unser Favorit ist einwandfrei Grosmont.

Irrtum No. 4 diesen Urlaub, glaube nie das halb abgefahrene Reifen noch lange halten. Genau, das Töff braucht dringend neue Schuhe. Also erst mal die spannende Aufgabe mittels Google einen Reifenhändler zu finden => geschafft ! In Risca gibt es einen. Leider kann unser Navi mit der Adresse nichts anfangen, also auf Sicht fahren. Nach 10x fragen , wenden, einmal hin, fünfmal her haben wir ihn dann endlich gefunden und in zwei Tagen können wir dem Töff sein neuen Hinterschuh abholen.

Auf drei Seiten von Bergen umgeben liegt Abergavenny am Fuß der Bercon Beacons. Ein kurzes Zwischenstopp am Castle und dann über ein geniales Bergsträßchen durch das Hoddu-Tal  mit Blick auf den Skrid Mountain. Ca 25 Meilen auf dem schmalen Gässchen, teilweise dann übereine weit auslaufende Hochweide mit vielen freilaufenden Schafen und Pferden erreichen wir dann das 1300 Einwohner Städtchen Hay-on-Wye. Und dieses knuddelige Städtchen lohnt in jedem Fall für einen
Halt.

Hay-on-Wye - Brecon - Hay-on-Wye - Ricsa - Langharne

Pleiten , Pech und Pannen oder "oh what a beautyfull day", das ist das Motto unseres diesmaligen Urlaubs.Nach einer super ruhigen Nacht auf unserer Kuhweide ging es bei strahlendem Sonnenschein erst nochmals einekleine Sightseeingroute durch Hay on Wye. Dieses kleine Örtchen hat es uns echt angetan, schnuggelige Häuschen, kleine Gässchen, alles liebevoll anlegt.

Über ganz winzige kleine Gässchen, mit einem größeren Auto nicht zu schaffen (steht auch auf den Schildern) machten wir uns auf die Marktstadt Brecon in den Brecon Beacons zu besuchen. Von hier aus haben wir wunderbare Blicke auf den Honddu und das Gebiet um den Black Mountain. Bei überirdischen 20 Grad, und die können ziemlich warm sein, haben wir uns dann erst mal Fish & Chips gegönnt.
.
Zurück über schöne Hochebene mit vielen freilaufenden Pferden und Schaffen (die Pferde kamen Klaus bedenklich nah) entschlossen wir uns bei dem tollen Wetter noch eine Nacht in Hey zu bleiben. Super Camping mit Blick auf die Stadt, wenn nicht der Rasenmäher genau dann angeworfen worden wäre als wir Essen wollten. Nach 1,5 Std. Dauerbeschallung trat dann endlich Stille ein.

Und, wir wir es schon wussten, kam in der Nacht der Regen. Gut es hätte schlimmer kommen können, wir hatten beim Aufschnüren nur Nieselregen. Ab nach Risca zu Phil um den Reifen fürs Töff zu holen. Und was ist, na klar...wie sollte es auch anders sein, der Reifen ist nicht da. Phil ist stinkesauer, Reifen wird erst am Freitag geliefert. Egal,  dann nehmen wir ihn halt erst auf dem Rückweg mit.

Ab auf die Verbindungettappe zur Küste, ca 200 km. Aber auch hier haben wir es immer wieder geschafft über tolle Hochebenen zu düsen, und so ab 14h hörte auch der Dauerregen auf, wie vorhergesagt.

Nächste Pleite, normalerweise haben wir immer eine Ersatzzeltstange und Hüseln dabei, warum diesmal nicht ? Genau, weil uns heute seit langem mal wieder eine Zeltstange gebrochen ist, nein zersplittert...und an der Küste ist nicht wenig Wind. So probieren wir jetzt seit 2 Stunden mit Letherman, Zweikomponentenkleber usw. das gute Teil zu reparieren. Es könnte schlimmer kommen => nämlich regnen !


Langharne - Neyland- St. David's - Fishguard - Dogmaels - Lampeter - Devils Bridge

Die Kühe hier sind echt klasse. Nicht nur wenn wir irgendwo anhalten kommen sie neugierig gleich gesprungen und beobachten uns, nein auch beim Zeltaufbau wird genauestens inspiziert was wir so anstellen.

Die Küste zeigte sich von ihrer schönen Seite, leicht sonnig, zwar ziemlich frisch, aber tolle kleine
Gässchen direkt am Wasser entlang. Die Orte an der Küste sind nicht so lieblich wie im Inland, eher 
karg und grau. St. David's hingegen ist einen Besuch wert, klein und sehr nett angelegt UND es gibt einen Outdoorshop. Yes, hier haben wir Ersatzstangen für unser Zelt bekommen. Klaus hat zwar schon am Vormittag den Baumarkt geplündert und mit Schellen eine Zwischenlösung gebaut, aber es ist doch etwas beruhigender wenn wir im Notfall was dabei haben. Und vom Shop-Inhaber gab es noch den Tipp zu einem super Camping mit Privatstrand. Wobei hier bis dato alle Campings tip top waren. Die meisten haben eine schöne Lage und sind derzeit noch mehr als leer, gut keiner kommt an den 5 Sterne Camping bei den Three Castles ran, aber die anderen tun es auch. Und mit etwas Geschick komme ich auch jedes mal 2-3 Pfund günstiger weg als die Preisliste es hergibt
(der Spruch "we do not need a shower today" hilft immer).

War es an der Küste doch ein zielich kühler Wind und nur um die 12 Grad tagsüber gehen die Temp's jetzt im Inland deutlich höher. Sonnige 18 Grad und wir sitzen im T-Shirt mitten in den Woodlands bei Devisl Bridge. Rund herum lauter Schafe, die Kleinen tollen durch die Gegend, und wir lassen uns unser Shandy (Radler) schmecken:Vorher gab's noch ein Wanderung zur Devils Bridge (lohnt sich nicht), aber etwas weiter ist der örtliche  Bahnhof. Und hier konnten wir noch eine echte alte Dampflok bewundern. Diese fährt bis nach Aberswith (odr so ähnlich), die Partnerstadt von Kronberg.Blank gewindert und glänzend stand sie in der Sonne und machte mächtig Dampf.

Morgen geht es ab weiter Richtung Showdonia.

Devils Bridge - Nant-Y-Moch Resort - Machymlleth - Tywyn - Minffordd - Llyn deas Valley - Llyn Celn - Bala - Lake Vyrnwy-
Dyliafe - Devils Bridge - Elan Valley - Grosmont


Endlich ab nach Snowdonia ! Hier sind die höchsten Berge von Wales, obwohl wir uns auch so oft genug über 1300 Meter aufhalten. Die Landschaft traumhaft schön. Was wirklich von Vorteil ist wenn Frau mit dem Töff unterwegs ist das hier selbst die kleinsten Gässchen, und von denen gibt es Unmengen auf unserer Strecke, asphaltiert sind.Ok, dadurch das alle Straßen extrem schmal sind und Kehrmaschinen hier ein Fremndwort ist  liegt halt mächtig viel Dreck in der  Mitte und man muss schon ganz schön zielen. Die hohen Hecken und Mauern und das schlängeln tun ihr übriges das wir
hier entschleunigt werden. Die Wales sind ein super nettes, freundliches und sehr entspanntes Volk. Die paar Autos die einem entgegen kommen halten an, oder kommt mal einer von hinten hält er riesigen Abstand. Jeder grüßt freundlich. Ob das an den Walsern liegt oder ggf. auch daran das hier sich die Motorradfahrer auch noch gut benehmen ? Wir wissen es nicht, aber es macht hier sehr viel Spaß Moped zu fahren.Wer bem Einschlafen Probleme hat kann diese hier auch loswerden. Bei den Unmengen an Schafen die es gibt kann man hier mit dem Zählen garantiert nicht mehr aufhören. Aber Schisser sind es ohne Ende. Sobald sie Mensch oder Moped hören bekommen sie Panik und rennen hektisch weg. Da sie Ausbrecherkönige sind , aber keine Einbrecherkönige haben sie dann allerdings manchmal ein echtes Problem weg zu kommen. Heute haben wir sage und schreibe 10 Minuten mit Motor aus hintereinander auf einem Wegchen gestanden , weil Schaf war vor uns, von der Herde getrennt. Hat fürchterlich geblöckt, Mama Schaf irgendwo hinter uns ebenfalls geblöckt. Aber das Schaf hat bestimmt 5 Anläufe gebraucht bis es todesmutig dann an uns vorbei gestürmt ist. Nicht zu vergessen die Bocksprünge die es dabei vollführt hat. Selbstverständlich haben wir hier auch unseren Speiseplan den Engländern angepasst. Jeden zweiten Tag lassen wir uns Fish & Chips schmecken ! Erwähnenswert ist hier auch die Qualität der Campings, wirklich einer besser wir der 
andere, und wir haben noch kein mal über 15 Pfund (mit etwas handeln) bezahlt. Auffallend ist auch wie sauber es überall ist. Egal ob in den kleinen Orten, am Strassenrand, auf den Picknickplätzen, egal wo. Nirgends ist es dreckig oder es liegt Müll rum. Sogar die öffentlichen Toiletten sind top gepflegt.

Über wunderschönen einsame Hochebenen haben wir uns dann von Snowdonia wieder verabschiedet und sind jetzt wieder in Breacon Beacons. Natürlich nicht ohne vorher in Hay on Way Zwischenstopp zu machen. Dort gibt es nämlich einen Bäcker mit super leckerem Brot (das ist hier leider wirklich selten) und einer Eisdiele die seinesgleichen sucht.

abrubtes Ende (nicht der Mopedtour sondern der Dokumentation dieser)

Was soll ich sagen. Irgendwie habe ich danach die Tager mehr Augenmerk darauf gelegt Landschaft, Leute und Laune auszuleben anstatt Tagebuch zu schreiben. Und so bekommt Ihr leider von den letzten Tagen keine News mehr. Aber demnächst folgen auch ganz viele Bilder, versprochen. Und als Fazit kann ich nur sagen : 

Wales ist definitiv eine Reise wert !





Dienstag, 2. Januar 2018

29.-30.12.2017 Vang Vieng - Vientiane

29.12.2017 Vang Vieng - Thanua - Phonhong - Vang Sang

Jap, die hohe Luftfeuchtigkeit und die Sonne haben heute morgen schon uns leicht ins Schwitzen gebracht. Also nur die Mopedkluft und die Peak an und ab auf die vielbefahrene 13N. Dies ist die Verbindung zwischen Vientiane und Vang Vieng und dementsprechend viel befahren. Neben den von uns heißgeliebten weißen Monstern (große Lexus und Hilux Jeeps) gesellten sich heute noch Touribusse und große Fernbusse zwischen die LKWs. Also die ersten 50 km waren jetzt nicht unbedingt Fahrspaß sondern eher das Vier-Augen-Rundum-Radarsystem. Aber es war warm, sehr warm.
Bei Thanua ging es rechts ab eine kleine Hoppelpiste bis zu einem Tor mit goldenen Vogelstatuen, hier rechts rein und am Ende links die Steine hoch. Hier ist der Start eines netten Canyon. Zwar nicht so groß wie in USA aber dennoch sehenswert. Zurück auf die 13 bis Phonhong, hier geht es kurz vor einem Resort über eine gut angelegte Piste mitten in den Urwald. Hier stehen fünf Buddastatuen mitten in Fels gehauen. Ein wunderschöner ruhiger und besinnlicher Ort mit Schatten und einem kleinen Flüßchen nebendran.

Nach weiteren 5 km auf der total nervigen 13 kam mein persönliches Geburtstagsgeschenk. Eine wunderschöne ca 20 km lange Erdpiste, top eben mit kleinen Schlaglöchern durch wundervolle Reisfelder, yes das macht Lust auf mehr. Am Ende ging es mautpflichtig über einen relativ großen Fluss, nein leider nicht der Mekong.

In Vang Sang habe ich dann den Preis für ein wunderschönes Zimmer (mit super harter Matratze) um schlappe 100.000 KIP runtergehandelt, es war einfach zu warm zum weiterfahren. Das Resort liegt traumhaft schön am Fluß und wir haben einen wunderschönen Balkon mit top Ausblick.

Allerdings haben wir es noch nie so schwer gehabt wie in diesem Ort um an Futter zu kommen, alles hatte irgendwie geschlossen. Zum Ende sind wir dann doch an ne Portion Klebreis und vier Hähnchenspieße gekommen. Zum Abschluß gibt es jetzt auf unserer Terasse neben 5 Gekkos und Mosikotos ohne Ende noch ne Runde Algenchips zum Nachtisch.























30.12.2017 Keun - Ang Nam Ngum - Budda Park - Ortsrand Vientiane

Da hatten wir schon das super Laos-Luxus- Resort bei dem sogar warmes Wasser aus dem Handwaschbecken kam und einem super Balkon. Und dann haben uns gestern Abend die Krabbel- und Flugtiere von dem wunderschönen Balkon mit Blick auf den Mekong einfach verscheucht.

Heute morgen schon schlappe 33 Grad beim Aufschnüren. Erstes Ziel war ein großer Stausee ca 60 km vor Vientiane. Die Strecke dorthin war einfach nur klasse, hoppel hoppel wunderschöne Erdstrasse durch kleine Dörfchen und an zig Reisfeldern vorbei. Da ich noch kein Frühstück hatte hielten wir an einer Garküche an, und siehe da, fein mit Gemüsefolie und in kleinen Styrophorschälchen gab es gebratenen Reis mit Gemüse und Chicken to go, sogar der Löffel war dabei. Und gegenüber ein schönes Bambushüttchen als Schattengeber, klasse. Der Plastikverbrauch hier in Laos ist leider mehr als kritisch zu sehen, alles wird doppelt und dreifach in Plastiktüten verpackt, Wahnsinn....

Über einen Hügel und dann gab es einen wundervollen Blick über den riesigen Stausee, mittendrin auch süße kleine Inseln, u,geben von den Bergen. Gigantische Ruhe. An einem kleinen Bambusrestaurant an der Fähre zur Baustelle auf der anderen Seite haben wir erst mal ne Runde Pause mit Seeblick eingelegt.
Vom Stausee aus wieder retour gehoppelt ging es dann zu dem sehr skurilen Buddapark. Dieser wurde 1956 von einem Künstler erschaffen der später nach Thailand gegangen ist. Hier finden sich auf ca 1 ha massenhaft in allen Variationen Budda's & Co. Mittlerweile waren wir schon gut durchgart, ein bisschen davon in der letzten Woche hätte uns echt  gut getan.

Und jetzt fingen wir an uns nochmals so richtig Laos zu geben. Alle Schlaglöcher auf den Pisten vereinigt Euch vor uns, Staub und rote Erde, gepaart mit ab und an Pfützen. Das waren die Zutaten.

Da wir keinen genauen Plan hatten wo wir die letzte Nacht verbringen wollten war es ein bisschen wir suchen und nicht finden. Dazu kam der immer mehr werdende Verehr , vor allem LKWs, den wir gar nicht mehr gewöhnt sind.

Und auch auch sahen wir mehrere "drug free school's* , was wohl in den anderen Schulen so abgeht. Im dritten Anlauf haben wir dann ein Guesthaus unweit des Mekong gefunden und unser Abschlußbeer Lao mit wunderschönem Sonnenuntergang über dem Mekong genossen.

Was hat uns an Laos am besten gefallen ?
- die Menschen, immer gut gelaunt, super freundlich und offen sind
- die Piste die wir in der ersten Woche gefahren sind
- die Landschaft und Vegetation
- die roten Erdpisten (ohne Regen!!)
- das leckere Essen, vor allem Laab ! mmmhhhhh

Was hat uns an Laos nicht gefallen ?
- wir wurden jeden Abend mit extrem lauter Musik beschallt, egal wo. Selbst im kleinsten Kaff

Preise
- Übernachtung zw. KIP 80.000 und 100.000 , ich konnte sehr oft runterhandeln. Außer Luang Prabang, sehr teures Pflaster
- großes Beer Lao KIP 10.000
- Seven Up KIP 5.000
- gebratener Reis mit Huhn KIP 15.000
- Khao Niau - Klebreis KIP 5.000

Wir sind incl. Sprit , Übernachtung und Essen mit rund € 30 am Tag ausgekommen und haben gut gelebt.

Morgen werden wir kann nach 2.550 km, davon über die Hälfte Dirtroad,  in 21 Tagen unseren beiden Mopeds wieder bei Jean-Luis abgeben und die Heimreise antreten.

Laos ist, obwohl eines der ärmsten Länder dieses Planeten, in jedem eine Reise wert. Die Menschen hier sind echt der Hammer.

Sabeidii und Khoptschai lai lai !!