Fernweh

Fernweh

Montag, 4. April 2016

Amellago - Todra Schlucht - Gorges du Dades (210 km)

Die öde Fahrt von gestern wurde heute wett gemacht. Zwar war es etwas kühl und bedeckt, die erste Fahrt von Amellago Richtung Tinghir ging durch eine wunderschöne Schlucht. Teilweise echt eng, dann wieder wunderschön angelegstes grünes Tal. Gegen Mittag kamen wir dann wieder in Touri-Ecken. Das merkt Frau daran das die nervigen, bettelnden Kinder einem fast vor das Moped hüpfen. Die Erwachsenen und die älteren Herrschaften sind hier in Maroc wirklich super nett, hilfsbereit und zurückhaltend, aber die Kids dafür total nervig. Une Dirham und die entsprechende Handbewegung dazu lernen sie wohl als erstes, schade eigentlich.

Nach einem Berberomlett und Obst riss der Himmel auf und es wurde wärmer. Die Todra-Schlucht nahm uns in ihre Fänge. Die Strasse ist etwas oberhalb , freie Aussicht auf die grünen Oasen im Tal und auf die Kasbah-Dörfer. Nach 14 km gibt es eine extrem enge Stelle an der eine Quelle entspringt. Hier war die Hölle los, Volksfest a la Dippemess, kaum ein Durchkommen, aber nur Einheimische. Dieser Durchgang/Durchfahrt ist nur 10 Meter breit, umgeben von den ca 300 Meter hohen Felswänden.

In einem großen Bogen über weite Wüstensteppe ging es dann Richtung Gorges du Dades, auch Dades-Schlucht genannt. Eigentlich wollten wir schon vor der Schlucht campen, aber das war hier als Camping angeboten wird sind bessere Parkplätze. Also nichts wie rein in die Schlucht, durch enge Serpentinen. Die Nachmittagssonne brachte eine  schöne Stimmung und super Licht. Bizzare rote Felsen, unten der dunkelbraune Dardes. Nach einer besonders engen Stelle hatten wir Glück , hier ist ein netter Camping. Und in dem dazugehörigen sehr schönen Hotel brennt sogar ein Kaminfeuer falls uns zu kalt wird.

Ach ja, heute morgen hatte ich meine erste Flußdurchfahrt. Ca. 20 cm tief, aber geradeaus und mit festem Untergrund. Hab es sogar geschafft mit trockenen Füßen am anderen Ende anzukommen.























Merzougar - Erfoud - Rich - Amellago (257 km)










Eines Abends so am Camping, das Zelt war schon aufgebaut. 2 x "wir-sind-Franzosen-und-überwintern-hier-mit-unseren-Mega-Campers" kamen angefahren.Franzose : wo richtet sich meine TV-Sat-Schüssel am besten aus ?
Moni: staun !
Angesteller: etwas richtig rechts
Fanzose fährt seinen MegaCamper 2 Meter neben unser Zelt (im Kreisel)
Moni: das geht gar nicht !
Angestellter: liebe Franzosen, das ist nicht schön
Franzose: warum, hier ist der Empfang am besten
Moni: aber nicht zwei Meter neben meinem Kopfkissen
Franzosen sehen ein und fahren ihre MegaCamper 10 Meter weiter
Moni: Uffz
Aber wer schon seine Perserkatze im Wohnmobil mitnimmt, Fragen ?

Der erste Teil der Route war ziemlich fad, an einem riesigen Wasserstausee gabs Mittag. Und pünktlich fing der  Wind wieder an. Einzig Gorge du Ziz warsen so 30 km lang sehenswert. Er verläuft durch das Tal des Quued Ziz. Füher war dies (wie auch für uns) nur dem schnellen Vorankommen gedient, Jetzt gibt es einige Aussichtsplattformen und so kann man die Schönheit des Tals und der umliegenden Berge genießen. Hier im Ziz- und im Draatal gab es die ersten sesshaften Einwohner Marokkos , lange bevor die größen Städte entstanden.

Die heute mal wieder stabile Seitenlage erlaubte kaum Tempo mehr als 80 km/h, durch weite öde Strecken. Aber am Ende gab es den Lohn, in Form von einem süßen Haus mit hübschem Garten zum campen bei Chez Moha in Amellago www.amellago-gitechezmohaousri.com.

Der Besitzer Moha und seine Frau haben uns herzlich empfangen und ein leckeres selbstdesigntes Essen gekocht. Zum Nachtisch frische Orangen mit Zimt, empfehlenswert.




Freitag, 1. April 2016

Tazzaine - Rissani- Merzouga (210 km)

Gestern Abend gab es erst Wetterleuchten, kurz danach fing ein herrlicher Wind an , und heute Nacht hat es sogar ein paar Tröpfchen vom Himmel gegeben.

Die Fahrt durch die Sahara heute einfach genial. Zwar war ob des Windes immer stabile Seitenlage angebracht, aber die Weite, der Wechsel zwischen Sand- und Geröllwüste, die tollen Dünen und einzelnen Berge, haben dafür entschädigt. Gegen Mittag wurde der Backofen nochmal hochgedreht, schlappe 36 Grad im Schatten mit Umluft :-)

Die Asphaltstrasse von 2002 ist nach Merzouga mittlerweile fertig gestellt, jedoch machen sich angeblich die Kids hier einen Spaß am Ende der Ortschaft Rissani die Touris in die falsche Richtung zu leiten.

Nach Rissani fing der Wind erst richtig an, gepaart mit einigen Sandwindhosen neben der Strecke. Die letzten 50 km hat es zwischen den Zähnen geknirscht.

Merzouga liegt dirket vor den höchsten Dünen des Erg Chebbi. Eine Länge von 40 km und 6,6 km hat dieses Dünengebiet, die höchste Düne misst 150 Meter.

Zeltaufbau war heute ein Kampf mit dem Wind, abgeblich soll er seit gestern schon weniger geworden sein, aha...Wir haben jedenfalls ziemlich viele Dünen im Vorzelt (und wahrschinlich auch nachher im Zelt).

www.auberge-ksarsania-merouga.com ist unser Zeltplatz, hier gibt es aber auch tolle Hüttchen un Zimmer. Und sogar einen 25 Meter Pool an dem direkt dahinter die Dünen anfangen. Gabi....das wäre was für Dich.

Zeltplatz in Tazzaine









die Katze hilft mir beim Schreiben

Skifahren auf den Dünen








zagora - Mhamid - Zagora - Tazzarine (296 km)

Da hat wohl jemand die Heizung heut Nacht vergessen auszumachen, wir hatten es um 6.30h schon 21 Grad. Welch krasser Unterschied zu der Nacht davor mit 8 Grad im Zelt. Aber das ist die Wüste.

Bis Ende der 80er Jahre war eine Weiterfahrt in die Sandwüste der Sahara von Zagora aus nur mit Genehmigung möglich, Übernachtungen in Mhamid gar nicht. Dafür sind heute bei den reizvollen Sanddünen Unmengen an Luxushotels gebaut worden. Von Mhamid aus geht es nur noch über Sandpisten weiter.Klaus hat es mächtig gejuckt, aber mit Hippo und  Moni im Schlepptau ist an Dünensurfen nicht zu denken. Ist schon irre mitten durch die Sandwüste auf einer halbwegs tauglichen Teerstrasse zu fahren. Aber gegrillt wurden wir heute perfekt. Bei dieser trockenen Hitze ist es extrem wichtig zu trinken, da man kaum schwitzt merkt man nicht wie schnell man das Wasser verliert.

Da wir keine Lust hatten wieder in Zagora zu Nächtigen fuhren wir weiter. Der Fahrtwind sollte uns kühlen. Pustekuchen, 10 km nach Zagora fing die Wellblechpiste an, rund 50 km lang. War aber gut mit 60 km/h zu fahren und wir haben uns schön eingestaubt. Jetzt wechselt dei Sandwüste sich mit Geröllwüste ab, tolle Panomara, nicht zu vergessen ab und an tollen Palmenoasen.

Tazzarine, ein ehemals unscheinbarer Ort, hat durch die neue Teerstrasse an Publicity gewonnen. Aber das ganz geniale  ist die Umgebung, lauschige Kashbas, herrliche Palmenhaine (in so einem stehen wir jetzt) , und herrliche Sanddünen. Nachdem wir uns den Staub eben runtergeduscht haben, und Klaus sogar unter einer Ladentheke im Ort  kühles Bier ergattert hat, lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.
Töpferkunst



Gleich und gleich gesellt sich gern







Schotterpiste 50 km